Samstag, 10. August 2019

Interview with Agnes Martin


 Martin believed her best work came from a well of personal happiness,...

“When I think of art, I think of beauty,” she wrote in the opening of her 1989 essay. “Beauty is the mystery of life. It is not in the eye it is in the mind. In our minds there is awareness of perfection.”

https://www.artsy.net/series/how-to-be-an-artist/artsy-editorial-agnes-martin-artist 

Freitag, 9. März 2018

KREATIVITÄT BRAUCHT RAUM...

Einen solchen habe ich mir geschaffen. Er ist klein, aber fein und bietet mir
einerseits die Möglichkeit, mich zum Schreiben zurückzuziehen, aber auch Interessierte und Schüler/innen zu empfangen.
Neben Kreativem Schreiben biete ich (Nachhilfe-)Unterricht in Deutsch und Spanisch (inklusive Textsortentraining und VWA-Coaching) sowie Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.

Hier gibt es ein paar Eindrücke (zum Vergrößern auf die Bilder klicken):










Bitte kontaktiere(n Sie) mich um einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch zu vereinbaren!




Sonntag, 3. September 2017

Die Angst vor dem Misslingen und ein Gedicht von Ilse Kilic

Immer wieder höre ich von Kursteilnehmer/innen, dass sie Schwierigkeiten hätten, einen Text zu beginnen, dass sie regelrecht Angst vor dem leeren Blatt hätten, Angst, dass der Text misslingen könnte.
Ihnen allen möchte ich nachstehendes Gedicht der Wiener Schriftstellerin Ilse Kilic ans Herz legen. 
Ein Gedicht, oder überhaupt ein Text, darf „missglücken“. Keine Angst! „Es gibt keine Gelingen ohne Misslingen“.


Ich lege ein Wort ein für jedes Gedicht, das nicht glückt

Ich trinke Wasser, das Millionen Jahre alt ist.
Es war inzwischen Wolke oder Regen
oder befeuchtete die Lippe einer Großmutter,
brachte die Badewanne eines Babys zum Überlaufen,
wusch Kalk aus dem Felsen und fror einen Teich zu,
auf dem ich als Kind das erste Mal auf Schlittschuhen stand,
kann ja sein.
Ein bisschen bin ich da, wo ich bin.

Dann lese ich einen Text über Kriterien eines geglückten Gedichts.
Gleich stelle ich meine Haare auf, ja ich kann das,
ich lege die Stirne in Falten,
ich lege ein Wort ein für jedes Gedicht, das nicht glückt.
Ich brauche den Ort für das Stottern, Stolpern und Straucheln,
für den unmelodischen Schrei und auch für das große Bemühen.
Ich lege ein Wort ein für jedes Gedicht.

Es gibt kein Gelingen ohne Misslingen.
Ich bin jetzt da wo ich bin.
Ein bisschen bin ich. Auch selbst.



Quelle: http://www.dfw.at/1/kapitel45.htm 
Erstveröffentlichung: zeitzoo / halbjahr 2016 / www.zeitzoo.at